Pfarrei

Geschichtliches über die Pfarrei

Faid und Dohr bildeten Filialen der Pfarrei Cochem. Sie hatten jeden Sonn- und Festtag ihren eigenen Gottesdienst mit Schriftenhehre und zwar war es ein Wechseldienst, so dass an einem Sonntag der Gottesdienst in Faid, am anderen Sonntag aber in Dohr gehalten wurde. An 11 hohen Festtagen hatte Faid das Vorrecht. Dann wurde Gottesdienst in Faid gehalten, auch wenn es nicht an der Reihe war.


Den Gottesdienst ließ der Pfarrer von Cochem von einem Kaplan versehen. Später besorgten es die Kapuziner aus Cochem.


Bereits im Jahre 1470 wurde in Faid eine Frühmesse gestiftet.
Diese Stiftung wurde im Jahre 1735 durch weitere Schenkungen, besonders durch ein Feld auf Leykirst, verbessert. So konnte in diesem Jahr ein eigener Frühmesser in Faid angestellt werden. Es war ein geborener Faider namens Heinrich Spengler. Nach dessen Tode wurde 1792 Johannes Josef Limpert aus Cochem zum Frühmesser aus Faid ernannt.


Im Jahre 1798 wurde Faid zu einer Pfarrei erhoben. Der erste Pfarrer war der bisherige Frühmesser Limpert. Der seit den ältesten Zeiten herkömmliche Wechseldienst zwischen Faid und Dohr blieb bestehen.


Den "Wittenhof", welchen die Pfarrei Cochem auf der Faider Feldmark besaß, nahm die neuerrichtete Pfarrei Faid für sich in Anspruch. In einem dieserhalb angestrengten Prozess aber unterlag Faid. Um 1840 ließ die Pfarrkirche von Cochem diesen Hof versteigern, den die Pfarrkirche in Faid übernahm.


Die Pfarrkirche wurde im Jahre 1750 erbaut. Ein Teil des romanischen Turmes der alten Kirche blieb stehen. Sie ist dem heiligen Stepfanus geweiht. Zum Bau der Kirche lieh sich die Pfarrei von Peter Brohl aus Aldegund 1.000 Taler, für welche die Gemeinde sich verbürgte. Als Pfand der Sicherstellung gab die Kirche der Gemeinde ihren Witttenhof in Pacht. Wahrscheinlich konnte die Kirche diese Schuld nicht abtragen, was infolge dessen die Gemeinde tun musste, worauf diese auch den Wittenhof für sich beanspruchte.


Das Pfarrhaus wurde 1804 gebaut und kostete 1.002 Taler. Vor dessen Zeit hatte die Gemeinde dem Frühmesser und späteren Pfarrer ein Haus gemietet.